Tagebuch
Donnerstag, 29.09.2011
Seit Tagen durchforste ich Festplatte um Festplatte, um möglichst viele Hintergrundinformationen zu allen unseren Filmen auf die neue hp zu bekommen. Dabei kommen immer wieder Erinnerungen und schöne Begebenheit in den Sinn, die ich in den 13 Jahren als Benefiz-Krimis-Filmemacher erleben durfte. Es war eine tolle Zeit!
Dabei ist noch so vieles, gerade aus der Anfangszeit, nicht digitalisiert, allein dafür würde ich Tage brauchen....eben kommt die Nachricht, dass Tim Kosmetschke die
Kulturredaktion der RZ verläßt und stv. Redakteur wird. Herzlichen Glückwunsch und herzlichen Dank, lieber Tim Kosmetschke, für alles, was Sie für uns getan haben.
Montag, 03.10.2011
Es werden immer mehr CD`s, DVD`s und Dateien auf Festplatten, die irgendetwas mit Filmen zu tun haben. Vieles kenne ich selbst nicht oder hatte es nicht mehr im Kopf. Noch ein paar Tage, dann geht die neue, wesentlich persönlicher gestaltete Hp in`s Netz.
Donnerstag 06.10.2011
Es ist vollbracht. Obwohl noch vieles eingearbeitet und überarbeitet werden muss: die Seite ist im Netz.
Mit dem Anlegen unserer neuen homepage habe ich genug geredet. Demnächst wird an dieser Stelle unsere Regie-Assistentin Anke Hein von ihren Eindrücken bei den Dreharbeiten unterrichten. Das Tagebuch findet dann Aufnahme in das Begleitheft zur Premiere.
ANKE`S DREH-BUCH...denn hier dreht sich alles um den Film...
Dreh 13.11.2011
Morgens 9 Uhr in Koblenz am Florinsmarkt.
Einige müde Gestalten treffen sich vor dem Weinhaus Hubertus.
Nach einigen Wochen Drehpause geht es wieder los. Gedreht wird im historischen Ambiente. Erbaut 1689 und renoviert 1912 ist die alte Bausubstanz weitestgehend erhalten geblieben, da das Haus auch im Krieg kaum beschädigt wurde.
Das ideale Set, das wir auch in kürzester Zeit wieder mal vollständig belagert und umgeräumt haben. Als Umzugsunternehmen wären wir auch gut zu gebrauchen. Das Aufbauen ist in kürzester Zeit erledigt, da die Crew ein eingespieltes Team ist und jeder weiß, was er tun muss. Doch was tun wir jetzt? Es ist erst Viertel vor 10 und die Schauspieler kommen erst gegen 11. Wer hat eigentlich die Crew so früh aus dem Bett gejagt? ;-) Da hätten wir ja noch eine Stunde schlafen können. Zum Glück hat Herr Spahl das richtige Rezept zum Überbrücken der Zwangspause. Bei Kaffee und Zeitung vergeht die Zeit wie im Flug.
Der Dreh läuft bis auf eine kleine Sprachverwirrung (Catrin Hausaufgabe bis zum nächsten Dreh: 100 mal üben: Sprachaufzeichnung und Gesprächsfetzen; Gesprachsaufzeichnung hat seinen Weg in den Duden noch nicht gefunden) ohne Probleme und ohne Pannen.
Pünktlich für ein gemeinsames, gemütliches und leckeres Mittagessen sind wir fertig. Danach heißt es nur noch alles wieder einladen. Dabei erhalten unsere Jungs eine Lehrstunde in dem Fach: Wie bekomme ich die ganze Ausrüstung in einen Kleinwagen. Karl-Heinz: Das nächste Auto wird bitte schön ein LKW. Wie sollen wir denn sonst alles transportieren. ;-)
Alles in allem war es wieder ein lustiger Drehtag.
14.01.2012:
Es ist kurz vor neun Uhr morgens und es ist kalt. Ein kleines Häuflein Menschen trifft sich an der Koblenzer Brauerei, wo wir sehr nett von Hr. Dr. Daschmann empfangen
werden. Er bittet uns, ihm hinterher zu fahren, da wir im Verwaltungsgebäude drehen dürfen. Also erst mal im Autokorso ca. 50 m zurück Richtung Koblenz. Unterwegs sammeln wir noch ein zu uns
gehörendes Auto ein. Vor der Verwaltung lässt uns Hr. Liesenfeld rein. Nun heißt es warten auf den Rest der Crew. Wie war das doch gleich mit dem „Bitte seid pünktlich. Wer zu spät kommt,
muss anrufen, damit wir aufschließen können.“ ? Leider müssen wir feststellen, dass da auch nicht mehr so viele kommen, da wir krankheitsbedingte Ausfälle verzeichnen müssen. Nachdem dann
endlich auch unser Equipment eintrifft, können wir in altbekannter Routine loslegen. Set einrichten. Ein fast leerer Raum im 2. Stock muss zu einem Büro umfunktioniert werden. Das wichtigste
Equipment (Kasten Bier und ein Fernseher) sind selbstverständlich da. Vielen Dank hier auch noch mal an Hr. Liesenfeld, der uns geholfen hat, Möbel zu organisieren. Nachdem wir auch unsere
Schauspieler gefunden haben (die Ortsangabe in der Mail war anscheinend nicht ganz eindeutig), konnten wir loslegen. Der Dreh verlief einigermaßen reibungslos. Kleine Textschwierigkeiten konnten wir
mit einem Trick lösen (welcher wird hier natürlich nicht verraten). Und auch der Versuch unseres Tonmanns mit der Angel das Set abzuräumen, hat uns nicht daran gehindert, weiter zu drehen. Gegen
13.30 Uhr hieß es dann abbauen. Alles musste ja schließlich wieder dahin zurück, wo es herkam. Hier war dann auch endlich Zeit das bereit gestellte "Koblenzer" Bier zu verköstigen. Manch einer trinkt
es lieber im magenfreundlichen Zustand (die Flasche stand einige Zeit auf der Heizung, die natürlich an war). Da viele Hände beim Aufräumen mit angepackt haben, waren wir auch schnell fertig und
konnten uns von den Herren Dr. Daschmann und Hr. Liesenfeld verabschieden, bei denen wir uns an dieser Stelle noch mal bedanken möchten.


